Kategorie-Archiv: Werbung

41 Cent-Facebook-Kampagne für den Mate Paten

Jeder der etwas verkauft, fragt sich zwangsläufig, wie er seine Zielgruppe erreichen kann. Früher musste man zehntausende Menschen ansprechen und hoffen, dass dort genug Leute dabei sind, die sich für dein Produkt interessieren könnten. Das ist natürlich sehr teuer, weil sich mehr als 90% aller Kontakte überhaupt nicht für dein Produkt interessieren.

Suchmaschinen-Anzeigen sind da schon besser, aber dort müssen die möglichen Kunden bereits wissen, dass sie nach dir suchen und gerade bei Nischen lässt sich dort mit Suchmaschinen Optimierung viel günstiger und nachhaltiger arbeiten.

Aber was ist mit den Menschen, die sich für dein Produkt interessieren, aber nicht aktiv darum kümmern?

Vor zwei Wochen habe ich das mal ausprobiert und für unsere Club Mate Auslieferung eine Facebook-Anzeige geschaltet.

Zuerst habe ich bei Facebook geschaut ob es die Zielgruppe überhaupt gibt:

100 Personen klingt erst mal nicht viel, aber bei diesen hundert Personen besteht bereits Interesse an Club Mate, so dass ich keine Überzeugungsarbeit mehr leisten musste. Beim starten einer Facebook-Kampagne muss man sich dann für eine Abrechnungs-Art entscheiden. Man kann entweder pro Klick (CPC) oder pro 1000 Ansichten (CPM) arbeiten. Üblich ist die Bezahlung pro Klick, weil dort nur Kosten entstehen, wenn auch Interesse besteht. Eine Kampagne die nach dem Tausenderkontaktpreis berechnet wird, lohnt sich deshalb nur, wenn mehr als jeder 2000. dem die Anzeigen gezeigt wird, auch auf die Werbung klickt. Da ich mich aber für eine sehr genaue Zielgruppe entschieden hatte, habe ich CPM gewählt.

Ich habe also in 4 Tagen Laufzeit für die Investition von 41 Cent insgesamt 7 Besucher auf meine Homepage gelockt und einer hat dann sogar direkt bestellt. Ich komme also bei meiner Facebook-Kampagne auf einen CpO (Kosten pro Bestellung) von 41Cent.

Nicht schlecht, das hätte ich mit Flyern verteilen wohl nicht hinbekommen.

seth-godin via joi

Seth Godin: Economies of small

„Don’t be small because you can’t figure out how to get big. Consider being small because it might be better.“

Seth Godin ist ein amerikanischer Autor, der aus dem Marketing Umfeld stammt. Ich mag ihn sehr, weil er nicht beim Marketing bleibt, er beschäftigt sich mit der Frage was Menschen antreibt. Sein Buch Linchpin ist ein Manifest für mehr Selbständigkeit und war auf jeden Fall eine wichtige Inspiration für viele meiner Entscheidungen. Und auch unterbewusst hatte er starken Einfluss auf dieses Format. Erst nachdem ich uns die Webseite dasneuegross.de gesichert hatte, bemerkte ich, dass auch diese Idee von ihm geklaut wurde. 2006 veröffentlichte er das Buch:

Small is the New Big: And 183 Other Riffs, Rants and Remarkable Business Ideas

(das ich mir mal schnell bestellt habe)

Neben seinen Büchern hat Seth Godin auch ein Blog den ich jedem, der eine Idee umsetzen will, wärmstens empfehlen kann:  http://sethgodin.typepad.com/

Hier schon mal ein Beitrag, der super zum Magazin passt:

Economies of scale are well understood. Bigger factories are more efficient, bigger distribution networks are more efficient, bigger ad campaigns can be more efficient. It’s often hard to defeat a major competitor, particularly if the market is looking for security and the status quo.

But what about the economies of small? Is being bigger an intrinsic benefit in and of itself?

If your goal is to make a profit, it’s entirely possible that less overhead and a more focused product line will increase it.

If your goal is to make more art, it’s entirely possible the ridding yourself of obligations and scale will help you do that.

If your goal is to have more fun, it’s certainly likely that avoiding the high stakes of more debt, more financing and more stuff will help with that.

I think we embraced scale as a goal when the economies of that scale were so obvious that we didn’t even need to mention them. Now that it’s so much easier to produce a product in the small and market a product in the small, and now that it’s so beneficial to offer a service to just a few, with focus and attention, perhaps we need to rethink the very goal of scale.

Don’t be small because you can’t figure out how to get big. Consider being small because it might be better.
Economies of small