Kategorie-Archiv: Geschäftsmodelle

Startnext Dankeschöns

Was ich recht interessant bei startnext (oder auch Kickstarter) finden, sind die Dankeschöns. Man kann den Investoren kleine und große Belohnungen für die Spenden anbieten. Bei Bands geht das von mp3 Downloads bis hin zum Konzert im eigenen Wohnzimmer. Und für das Magazin habe ich mir erst mal folgendes ausgedacht:

Dankeschön(s)

10,00 €

Erstausgabe + „klein Investor“-Button

jap, so siehts aus
max. 100 Supporter

 

50,00 €

„klein Investor“ T-shirt

Ihr erhaltet die erste Ausgabe und ein schickes T-Shirt in eurer Größe.
max 100 Supporter

 

100,00 €

1. Ausgabe + 5 Jahre Online-Abo

Wer schon vor dem Erscheinen der Druckausgabe, die aktuellen Artikel lesen möchte, der erhält mit diesem Abo für die nächsten 5 Jahre alle Artikel. Dieses Abo wird es nie wieder so günstig geben.
max 50 Supporter

 

250,00 €

4 klein-Anzeigen

Im Magazin werden nur klein-Anzeigen veröffentlicht, die auch Online erscheinen und über ein Auktionssystem angeboten werden. Mit diesen 4 Wildcards könnt ihr dieses Verfahren umgehen und habt eure Anzeigenplätze sicher. Die 4 Ausgaben gibt es natürlich auch dazu.
max 4 Supporter

 

2.750,00 €

Themenschwerpunkt aussuchen und präsentieren

In jeder Ausgabe wird es einen Themenschwerpunkt, über eine Branche, geben. Und bei einer so großzügigen Spende könnt ihr euch den sogar aussuchen. Ausserdem werdet ihr, wenn ihr wollt, als Sponsor genannt und bekommt 50 Exemplare der Ausgabe.
max 5 Supporter

 

11.000,00 €

Beratung für Großverlage

Unser Konzept funktioniert nur als Kleinstverlag, aber die Zielgruppe ist groß genug für weitere Magazine. Statt also unsere Idee schlecht zu klauen, bieten wir euch die Chance uns einfach als Berater zu buchen und mit uns zusammen ein neues Magazin-Format zu entwickeln.
max 1 Supporter

Spricht euch von den Angeboten etwas an? Welche Belohnung könnte euch zum Unterstützer machen?

Mehr dazu:

Blogbeitrag von Startnext: http://www.startnext.de/Blog/Blog-Detailseite/b/Thank-you-economy-und-Crowdfunding-85

Das Buch (kann man kaufen, oder ab nächste Woche bei mir leihen): The Thank You Economy

Startnext Fragen: Wer steht hinter dem Projekt?

Jetzt kommen wir zur bisher unvollständigsten Antwort, aber bisher weiß ich noch nicht, wer alles mitmachen wird. Aber seht das als eure Chance jetzt schon mal nach vorne zu preschen. Ich richte euch gerne einen Account zum schreiben ein.

Wer steht hinter dem Projekt?

Das Projekt wurde von Alex Boerger gestartet. Er hat sein Diplom als Medien-Designer mit dem Thema „Kommunikationsstrategie für ein Freelancer-Kollektiv“ gemacht und findet es komisch über sich selber in der dritten Person zu schreiben. Schon während seinem Studium hat er für Fernsehwerbespots 3D Bilder mit Filmaufnahmen kombiniert. Mehr dazu bei Xing: https://www.xing.com/profile/Alexander_Boerger
Allerdings hatte er keine Lust mehr darauf, seine Mitmenschen für Idioten zu halten und versucht jetzt mehrer kleine Unternehmen zu gründen, die ihre Kunden ernst nehmen.

Mit dabei sein wird Jannis von http://netzfeuilleton.de und http://newshype.de/

Das Projekt wird weiterhin von Peng – Gesellschaft zur Förderung von Design, Kunst und Kommunikation e.V. unterstützt und nach dem ersten Redaktiontreffen wissen wir mehr. Aber ich konnte es nicht abwarten loszulegen.

Startnext Fragen: Was passiert mit dem Geld bei erfolgreicher Finanzierung?

Was passiert mit dem Geld bei erfolgreicher Finanzierung?

Um selber klein zu bleiben, werden wir die Magazine nur dann herstellen, wenn sie bestellt wurden. Wir werden dabei auch auf günstige Produktionsverfahren zurückgreifen (u.a. Fotokopierer). Aber wir werden auch unseren Vorteil der kleine Auflage nutzen um in jedem Magazin Spielereien zu verwirklichen.

Mit dem Geld, werden wir den Druck mehrerer Ausgaben vorfinanzieren (da wir nur soviele Magazine herstellen, wie wir auch verkaufen, sollte das Geld ne Zeit reichen). Zusätzlich werden wir in den Ausbau der Webseite investieren und sowohl eine Online Community, als auch ein Redaktionssystem aufbauen.

Das Team arbeitet auf Provisionsbasis und teilt sich die Verkaufs- und Kleinanzeigenerlöse. Freie Exemplare für alle Beteiligten, werden aber durch die Spenden hier finanziert.

Bei den Dankeschöns Button und T-Shirts werden zusätzliche die Produktionskosten getragen und bei den größeren Beträgen (Beratung und Themenschwerpunkt) wird das Team direkt bezahlt, trotzdem werden min. 50% des Betrags für die Quersubventionierung des Magazins eingesetzt.

Traue keiner Statistik, die du nicht selber gefälscht hast

In der Schule hatte ich noch nichts gegen Mathematik. Aber damals ging es, darum für abstrakte Aufgaben, ebenso abstrakte, aber richtige Ergebnisse heraus zu bekommen.

Erst im Management-Studium habe ich dann die Lust auf Zahlen verloren. Denn dort ging es darum für konkrete Aufgaben, abstrakte Ergebnisse zu errechnen. Ich habe dort zwar die Formeln und die Rechenwege verstanden, aber plötzlich sollen die Ergebnisse eine Aussagekraft haben.

Ich fragte mich immer, ob das überhaupt möglich ist. Kann man die Zukunft anhand von Berechnungen voraussagen? Nehmen wir nur die letzten Zehn Jahre. Wer hätte gedacht, dass zwei Flugzeuge in New Yorker Hochhäuser fliegen? Wer hat damit gerechnet, dass die USA in den folgenden 10 Jahren so herumgewirtschaftet werden, dass sie sich viel Geld von China leihen müssen? Die Finanzkrise ausbricht und ein Super-Gau die japanische Bevölkerung bedroht?

Aber nicht nur diese großen Veränderungen hat niemand erwartet. Was ist mit dem Bereich der Kommunikation: Google, Youtube, Facebook aber auch Amazon haben dadurch, dass sie das neuartige Kommunikationsformen etabliert haben, Branchen, die sich für unverwundbar hielten, schon fast ruiniert.

Wieso soll ich also Prognosen errechnen wie die Welt in 10 Jahren ist, wenn alles so bleibt wie es ist? Für mich liegt schon der Versuch, dies zu berechnen, irgendwo zwischen Arroganz und Idiotie.

Aber wie soll man damit jetzt umgehen? Ich nutze jetzt noch immer Tabellenkalkulationen um einen Blick in die Zukunft zu werfen. Dabei gucke ich nicht darauf, wie die Welt in Zehn Jahren aussieht, sondern versuche nur heraus zu bekommen, ab wann eine Investition Gewinne abwirft und versuche dann, diesen Zeitpunkt schneller zu erreichen.

Ich versuche viel mehr, mein Umfeld zu beobachten. Ich finde die Regale von Rewe viel aussagekräftiger, als die Prognosen der Wirtschaftsweisen. Worüber wird im Bus oder der S-Bahn gesprochen. Was sind Themen in Blogs, Facebook und Twitter?
Dabei versuche ich mit meinem beschränkten Erfahrungshorizont, Eintagsfliegen von langfristigen Trends zu trennen.

Ich liege damit auch nicht immer richtig. Vor einem Jahr habe ich noch gedacht, das sich Unternehmen durch Social Media ändern, aber mittlerweile glaube ich, dass erst neue Unternehmen, die Chancen nutzen und viele ältere Unternehmen einfach wieder verschwindend werden. Aber auch das ist nur ein Blick in die Glaskugel.

Zurück zu den Prognosen. Wenn ich einen Businessplan schreiben soll, Frage ich immer: „Wieviel Gewinn soll denn da nach 5 Jahren rauskommen?“
Bei einem Businessplan kann man an sovielen Formeln und Variablen rumspielen, das man jedes Ergebnis herausbekommen kann.

Hier noch ein schönes Buch zum Thema:

Der Schwarze Schwan: Die Macht höchst unwahrscheinlicher Ereignisse

Ach ja, das Zitat oben stammt nicht von Churchill, sondern wurde ihm wohl von Göbbels Propagandaministerium in den Mund gelegt. Aber wer weiß schon ob nicht auch das gefälscht ist.