Startnext Fragen: Worum geht es in diesem Projekt?

Gestern habe ich schon mal kurz erwähnt, dass ich versuchen will klein über Startnext zu finanzieren. Ich werde alle Fragen hier im Blog vorab beantworten und wäre euch für Verbesserungsvorschläge sehr dankbar.

Hier also die erste Frage:

Worum geht es in diesem Projekt?

Ich suche nach einer Arbeit, die zu meinem Leben passt und mich interessieren die ganzen Managermagazine und Studiengänge nicht, bei denen ich nur lerne wie ich mein Leben nach der Arbeit richte. Ich will Selbständig und unabhängig sein, deshalb möchte ich ein Wirtschaftsmagazin starten, dass sich vor allem an Kleinunternehmer und alle die darüber nachdenken eine Firma zu gründen richtet.

Sowohl die bestehenden Wirtschaftsmagazine als auch das Betriebswirtschaftsstudium sind nur auf Großkonzerne ausgerichtet. Mich interessiert aber nicht, wie ich hunderttausend Mitarbeiter Managen kann, sondern ich will lernen wie ich meinen ersten Mitarbeiter einstelle, meinen ersten Kunden finde und das erste Jahr überstehe.

Mögliche Themen für den Start sind…

startnext

Startnext – Crowdfunding für klein?

Durch das re:public viewing im Pengland (Verein in Mainz) bin ich nochmal auf startnext aufmerksam geworden und werde wahrscheinlich mal die Chance nutzen um das mit klein zu testen. Vielleicht finden sich ja ein paar Unterstützer, die das Projekt genauso wichtig finden wie ich und die es uns ermöglichen, das Magazin schon früher an den Start zu bringen.

Momentan fülle ich die Formulare aus und denke über ein paar Dankeschöns nach. Einen ausführlicheren Bericht bekommt ihr, wenn ich das Projekt freigeschaltet habe.

Update: Da ich die Fragen mittlerweile hier beantworte, verlinke ich die gleich mal

Traue keiner Statistik, die du nicht selber gefälscht hast

In der Schule hatte ich noch nichts gegen Mathematik. Aber damals ging es, darum für abstrakte Aufgaben, ebenso abstrakte, aber richtige Ergebnisse heraus zu bekommen.

Erst im Management-Studium habe ich dann die Lust auf Zahlen verloren. Denn dort ging es darum für konkrete Aufgaben, abstrakte Ergebnisse zu errechnen. Ich habe dort zwar die Formeln und die Rechenwege verstanden, aber plötzlich sollen die Ergebnisse eine Aussagekraft haben.

Ich fragte mich immer, ob das überhaupt möglich ist. Kann man die Zukunft anhand von Berechnungen voraussagen? Nehmen wir nur die letzten Zehn Jahre. Wer hätte gedacht, dass zwei Flugzeuge in New Yorker Hochhäuser fliegen? Wer hat damit gerechnet, dass die USA in den folgenden 10 Jahren so herumgewirtschaftet werden, dass sie sich viel Geld von China leihen müssen? Die Finanzkrise ausbricht und ein Super-Gau die japanische Bevölkerung bedroht?

Aber nicht nur diese großen Veränderungen hat niemand erwartet. Was ist mit dem Bereich der Kommunikation: Google, Youtube, Facebook aber auch Amazon haben dadurch, dass sie das neuartige Kommunikationsformen etabliert haben, Branchen, die sich für unverwundbar hielten, schon fast ruiniert.

Wieso soll ich also Prognosen errechnen wie die Welt in 10 Jahren ist, wenn alles so bleibt wie es ist? Für mich liegt schon der Versuch, dies zu berechnen, irgendwo zwischen Arroganz und Idiotie.

Aber wie soll man damit jetzt umgehen? Ich nutze jetzt noch immer Tabellenkalkulationen um einen Blick in die Zukunft zu werfen. Dabei gucke ich nicht darauf, wie die Welt in Zehn Jahren aussieht, sondern versuche nur heraus zu bekommen, ab wann eine Investition Gewinne abwirft und versuche dann, diesen Zeitpunkt schneller zu erreichen.

Ich versuche viel mehr, mein Umfeld zu beobachten. Ich finde die Regale von Rewe viel aussagekräftiger, als die Prognosen der Wirtschaftsweisen. Worüber wird im Bus oder der S-Bahn gesprochen. Was sind Themen in Blogs, Facebook und Twitter?
Dabei versuche ich mit meinem beschränkten Erfahrungshorizont, Eintagsfliegen von langfristigen Trends zu trennen.

Ich liege damit auch nicht immer richtig. Vor einem Jahr habe ich noch gedacht, das sich Unternehmen durch Social Media ändern, aber mittlerweile glaube ich, dass erst neue Unternehmen, die Chancen nutzen und viele ältere Unternehmen einfach wieder verschwindend werden. Aber auch das ist nur ein Blick in die Glaskugel.

Zurück zu den Prognosen. Wenn ich einen Businessplan schreiben soll, Frage ich immer: „Wieviel Gewinn soll denn da nach 5 Jahren rauskommen?“
Bei einem Businessplan kann man an sovielen Formeln und Variablen rumspielen, das man jedes Ergebnis herausbekommen kann.

Hier noch ein schönes Buch zum Thema:

Der Schwarze Schwan: Die Macht höchst unwahrscheinlicher Ereignisse

Ach ja, das Zitat oben stammt nicht von Churchill, sondern wurde ihm wohl von Göbbels Propagandaministerium in den Mund gelegt. Aber wer weiß schon ob nicht auch das gefälscht ist.

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ich lerne worüber ich schreiben will

Als Student habe ich es immer gehasst, wenn mir Professoren etwas über den Arbeitsmarkt erzählen, vor dem sie in die Uni geflohen sind. Deshalb war mir klar, dass ich nicht nur ein Wirtschaftsmagazin für Kleinunternehmen aufmachen kann ohne dass ich vorher selber ein anderes Unternehmen gegründet habe. Ich möchte nicht nur auf einem Bein stehen. Deshalb habe ich die Arbeit an klein erst mal auf Eis gelegt und den Mate Pate gestartet.

Das Geschäftsmodell ist dabei relativ übersichtlich. Wir kaufen Club Mate direkt beim Hersteller und verkaufen es dann mit Gewinn weiter. Ich habe mir auch während des ganzen Prozesses ein paar Stichpunkte aufgeschrieben und werde hier in Zukunft auch ein paar Einblicke in die Firma gewähren.

Mir machts auf bisher Spaß, auch wenn ich viel weniger verdiene als früher in der Werbung. Hier kann ich jetzt wenigstens die Kommunikation so machen, wie es mir passt, Ideen ausprobieren und sofort erfahre ob es funktioniert. Ich habe zwar schon tausende Verkäufe für andere Firmen eingeleitet, trotzdem habe ich mich noch nie so gefreut, wie über den ersten eigenen Sale auf Facebook.

Aber so eine Unternehmensgründung ist nicht nur toll, sondern kostet auch viel Zeit, keine Ahnung wann ich das nächste Projekt starten kann.

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Start with Why

Im letzten Jahr habe ich viele Bücher zu den Themen Motivation, Kommunikation und Psychologie gelesen und alle betrachteten die Frage nach dem warum als eine der wichtigsten Voraussetzungen für jede Zusammenarbeit. Doch bevor ich auf das Warum eingehe, erst mal die Zieldefinition:

klein – das Wirtschaftsmagazin soll jedem helfen eine Arbeit zu erfinden, die zu seinem Leben passt, statt ein Leben zu führen, dass zu seiner Arbeit passt.

Ich beschäftige mich mittlerweile seit einigen Jahren mit dieser Frage und habe leider nur im Internet ein paar Hilfestellungen dazu finden können. Weil sich alle Management und Wirtschaftsmagazine nur auf die Großkonzerne stürzen und es bisher noch keine Anlaufstelle für Kleinunternehmer gibt. Ich bin aber davon überzeugt, dass Großkonzerne nur ein Überbleibsel der Industrialisierung sind und dass wir die Wissensgesellschaft eher auf Netzwerke von vielen kleinen Unternehmen aufbauen werden. Früher musste man noch alles in Haus organisieren, weil die Transaktionskosten (Briefe schreiben dauerte lange) so hoch waren. Durch moderne Kommunikationstechnologie sind diese Kosten intern oder extern meist identisch. Aber der Anteil der für Bürokratie und Verwaltung aufgewendet wird, ist bei Kleinunternehmen viel geringer. In Großkonzernen muss man mit internen Abteilungen zusammen arbeiten, auch wenn diese nicht die erste Wahl sind, Kleinunternehmen zeichnen sich hier durch mehr Flexibilität aus.

Aber heute wird die öffentliche Diskussion noch immer von den Großen bestimmt. Massenmedien stehen in direkter Abhängigkeit von ihren Werbekunden und nur Großunternehmen können sich Anzeigen und Werbespots leisten.

Mit klein will ich das ändern. Dieses Magazin soll durch direkte Tipps und Anleitungen, den Lesern dabei helfen, ihre eigene Unabhängigkeit zu erreichen, die Leser mit Beispielen inspirieren und darüber hinaus auch politisch die Voraussetzungen dafür schaffen, dass mehr Menschen ihr eigenes Unternehmen führen können.

Bleibt noch die Frage nach dem wie.

Bisher habe ich mir das so ungefähr gedacht:

Das Printmagazin soll durch den Copypreis und kleinanzeigen, die Inhalte finanzieren, die dann auch kostenlos auf der Webseite angeboten werden. Die Magazine sollen eher wie ein Fanzine produziert werden und in kleiner Auflage erscheinen.

Da wir ohne Budget starten, wird bei der ersten Ausgabe erst mal keiner was verdienen und von da an schauen wir, wie es sich entwickelt. Die Kalkulation wird aber jedem Mitarbeiter offen stehen. Wer aber trotzdem an die Idee glaubt und zusammen mit mir anderen Kleinunternehmern helfen will, der kann sich gerne bei mir melden: klein@das-neue-gross.de

Zum Abschluss des Beitrags noch ein Vortrag von Simon Sinek bei TEDx:

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Hallo Welt

Hier entsteht ein neues Wirtschaftsmagazin, aber momentan bin ich erst mal dabei mich einzurichten. Plug-Ins zu installieren und wieder zu deaktivieren. Auch das verwendete Theme hat noch wenig mit der fertigen Seite zu tun, aber ich fange schon mal erste Inhalte zu schreiben, damit ich ein Gefühl für den Aufbau des Heftes bekomme. Bisher habe ich die Seite noch nicht bekannt, aber sie ist offen für jeden.

Ich will anderen helfen, eine Arbeit zu finden, die zu ihrem Leben passt und mir durch das Heft, das selbe ermöglichen.

Also Welt, wir sehen uns

Icon: Picol.org

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Wir nennen es Arbeit

Jeder Weg beginnt mit dem ersten Schritt. Und für mich war das Buch:
Wir nennen es Arbeit von Holm Friebe und Sascha Lobo, das ich vor drei Jahren gelesen habe, dieser Schritt. Davor wusste ich zwar, dass ich mit Arbeit, wie sie bisher praktiziert wird, nicht so gut klar komme, aber durch das Buch habe ich mich zum ersten mal mit den Alternativen beschäftigt.

Das Buch ist an vielen Stellen unterhaltsam, trotzdem gelingt es, inhaltliche Tiefe zu vermitteln und ich habe später noch einige zitierte Bücher gelesen.

Was im Detail drin Stand, weiß ich nach drei Jahren nicht mehr so genau, aber für mich war es ein guter Überblick der Lust auf ein Leben jenseits der Festanstellung gemacht hat. Die 9€ für das Taschenbuch sind gut investiert.

Klein ist das neue Groß